
HÄUFIGE KRANKHEITSBILDER

HÄUFIGE KRANKHEITSBILDER
Orthopädiezentrum Wels

Beschwerden an der Wirbelsäule (akut/chronisch):
Beschwerden an der Wirbelsäule, sei es Hals-, Brust-, oder Lendenwirbelsäule zählen mittlerweile zu Volkskrankheiten. Laut Umfrage der Statistik Austria litten 26 Prozent der Befragten ab 15 Jahren – das entspricht umgerechnet 1,9 Millionen Personen in Österreich –in den letzten zwölf Monaten unter chronischen Kreuzschmerzen oder anderen chronischen Wirbelsäulenbeschwerden. Je nach wissenschaftlicher Studie betrifft dies um die 80% der Weltbevölkerung circa einmal im Leben. Wichtig ist zu Beginn – wie überall in der Medizin – das ärztliche Gespräch, eine fundierte klinische Untersuchung und dann eine entsprechende Therapie. Die Ursachen für Beschwerden an der Wirbelsäule sind sehr unterschiedlich und daher ist auch die Therapie individuell zu gestalten. Mögliche Ursachen sind:
Arthrose
Allgemeine Fehlbelastung (vom Hexenschuss bis zum Morbus Scheuermann)
Blockaden / Instabilitäten
Beinlängendifferenz/Beckenschiefstand
Entzündung (wie z.B. im Rahmen von Rheuma (z.B. Morbus Bechterew) oder Infektion (Spondylodiscitis))
Kreuz-/Darmbeingelenksirritationen
Muskuläre Überlastung / Dysbalance
Skoliose
Wirbelkanalstenose/Neuroforamenstenose (= Verengung des Wirbelkanals bzw. der Nervenaustrittslöcher)
… und viele mehr

Beschwerden/Schmerzen an der Hand / dem Ellbogen
Die menschliche Hand ist ein hochkomplexes Greif- und Tastorgan, bestehend aus 27 Knochen, zahlreichen Muskeln, Sehnen und Nerven. Sie ermöglicht präzise Bewegungen, Kraftgriffe, Feinmotorik sowie die Wahrnehmung von Berührung, Temperatur und Form. Die Beweglichkeit von Fingern und Daumen macht sie zu einem zentralen Werkzeug für Alltag, Arbeit und Kommunikation. Gemeinsam mit dem Ellenbogen wird für präzise Beweglichkeit im Arm gesorgt. Der Ellenbogen ermöglicht Beuge- und Streckbewegungen sowie die Drehung des Unterarms. Häufige Beschwerden in meiner Ordination sind:
Schnellender Finger
Karpaltunnelsyndrom
Sulcus nervi ulnaris Syndrom
Dupuytren‘sche Kontraktur
Tennisellbogen
Golferellbogen
Ellbogenarthrose und freie Gelenkkörper im Ellbogen
Periphere Nervenschäden
Handgelenksinstabilität / Ellbogengelenksinstabilität
Finger- und Handgelenksarthrose (Heberdenarthrose, Bouchardarthrose, Rhizarthrose, Radiocarpalarthrose)
Überlastungen von Sehnen und Sehnenscheiden an der Hand (Tendinosen, Tendovaginitis de Quervain)

Beschwerden am Sprunggelenk und Fuß
Das Sprunggelenk stellt gemeinsam mit dem Fuß einen hocheffizienten Gelenksverbund dar, bestehend aus 28 Knochen und über 33 Gelenken. Man spricht hier von „Ultrakongruenz“. Im Wesentlichen ist es wie bei einem Uhrwerk, es müssen viele kleine Rädchen (Gelenke) ineinandergreifen und reibungslos funktionieren und eine schmerzlose Funktion zu gewährleisten. Der Fuß ist das essenzielle Fortbewegungsmittel für den Menschen, wird aber (im Gegensatz zur Hand) meist „mehrfach verpackt“ (Socken/Schuhe) und findet erst dann Beachtung, wenn Schmerzen und/oder Funktionsverluste eintreten.
Häufige Erkrankungen, die in meiner Ordination hier zur Behandlung kommen sind:
Hallux rigidus und Hallux valgus, Hallux valgus interphalangeus, Hallux limitus, Turf toe, Sand toe
Sesambeinentzündungen (Sesamoiditis bis hin zum Morbus Renander)
Hammerzehen, Krallenzehen, Malletzehen
Fersensporn, Plantarfasciitis
Sprunggelenksinstabilität
Sprunggelenksarthrose
Knorpeldefekte am Sprunggelenk (osteochondrale Läsionen am Talus)
Achillessehnenerkrankungen (Ansatztendinose der Achillessehne, mid portion Tendinose der Achillessehne, schleichender Achillessehnenriss)
Fußfehlstellungen wie Plattfuß, Senkfuß, Spreizfuß
Angeborene Fehlstellungen wie Sichelfuß, Hohlfuß
Mittelfußarthrose (z.B. Lisfranc Arthrose)
Knochenmarksödeme
Nervenschäden bzw. Nervenengpasssyndrome (Morton Neuralgie, Tarsaltunnelsyndrom, Polyneuropathie)
Mittelfußschmerzen aufgrund Überlastung (Metatarsalgie) oder aufgrund schleichender Brüche (Marschfraktur)
Diabetisches Fußsyndrom, Charcotfuß, Cavovarus Fuß

Erkrankungen des Knies
Das menschliche Knie ist mehr als „nur“ ein Scharniergelenk. Es ermöglicht ein komplexe Roll-/Gleitbewegung und auch eine leichte Rotationsbewegung am Ende. Das Knie verbindet den Oberschenkel mit dem Schienbein und bezieht zusätzlich die Kniescheibe mit ein, das mechanisch betrachtet als große Umlenkrolle dient. Bänder, Menisken und Muskeln stabilisieren das Gelenk und verteilen die Kräfte beim Gehen, Laufen und Springen.
Häufige Beschwerden, die Patienten in meine Ordination führen, sind:
Innenmeniscusriss, Außenmeniscusriss, Meniscusschaden im Allgemeinen (Meniscopathie)
Kniegelenksarthrose
Knorpelschaden des Kniegelenks
Bandverletzungen und Kniegelenksinstabilität
Überlastungssyndrome und Sehnenansatzbeschwerden (Runner’s knee, jumper’s knee, Tractussyndrom, Quadricepstendinopathie, etc.)
Knochenmarksödeme
Schmerzhaftes X-Bein und O-Bein
vorderer Knieschmerz
Morbus Osgood Schlatter
Bakerzyste
Beinlängendifferenz

Hüftbeschwerden
Die Hüfte ist ein stabiles Kugelgelenk, das den Oberschenkel mit dem Becken verbindet. Durch eine tiefe Pfanne, feste Bänder und entsprechend kräftige Muskulatur trägt die Hüfte maßgeblich das Körpergewicht und sorgt für Stabilität bei gleichzeitiger Beweglichkeit im Stehen, Gehen und Laufen.
In meiner Ordination behandle ich:
Hüftarthrose
Hüftimpingement (Femoroacetabuläres Impingement)
Verletzungen an der Gelenklippe der Hüfte (Labrum)
Durchblutungsstörungen / Ödeme am Hüftkopf

Beschwerden an der Schulter
Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Körpers. Es verbindet den Oberarm mit dem Schulterblatt und somit den Arm mit dem Rumpf des Körpers. Mechanisch ist die Schulter hochfaszinierend, da sie eine relativ kleine Gelenkspfanne besitzt, der ein sehr großer Oberarmkopf gegenübersteht, somit bietet das Gelenk einen außergewöhnlich großen Bewegungsumfang. Diese hohe Flexibilität macht die Schulter funktionell sehr vielseitig, aber auch anfällig für Instabilitäten. Die Stabilität wird vorallem durch weichteilige Strukturen gewährleistet wie der Rotatorenmanschette (bestehend aus 4 Muskeln und dazugehöriger Sehnen), Gelenkkapsel und Bändern, sowie der großen Schultermuskulatur (Deltamuskel, Trapezmuskel, Pectoralismuskel, großer Rückenmuskel). Weitere Strukturen vor Ort sind das Schultereckgelenk (AC-Gelenk) und das Schulterblatt-Thorax-Gleitlager. Erst das koordinierte Zusammenspiel dieser Strukturen ermöglicht die volle Funktion und Belastbarkeit der Schulter.
Häufige Beschwerden in meiner Ordination sind hier:
Schultergelenksarthrose
Verschleiß des Gelenkknorpels, meist mit Schmerzen und Bewegungseinschränkung (Präarthrose)
Kalkschulter
Impingementsyndrom
Überlastungsyndrome
Verletzung der Rotatorenmanschette (z.B. Supraspinatusriss, Subscapularisriss, etc.)
Allgemeine Muskel- & Sehnenverletzungen
Sehnenverkalkung
Instabilität des Schultergelenks und Luxationen
Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
Frozen shoulder (Schultersteife, adhäsive Kapsulitis)

Kinderorthopädie
Beschäftigt sich mit der Diagnose und Therapie unter anderem von Wachstumsstörungen, angeborener Fehlbildungen, Haltungsschwächen, Gangstörungen oder Verletzungen am kindlichen Skelett. Ziel ist es, eine gesunde Entwicklung des wachsenden Skeletts zu fördern, Funktionsstörungen frühzeitig zu erkennen und möglichst schonend zu korrigieren, um langfristige Einschränkungen zu vermeiden.
Häufige Erkrankungen, die in meiner Ordination behandelt werden, sind:
kindliche Fußfehlstellungen, wie z.B. der flexible Knick-Senk Fuß, Hohlfuß, Sichelfuß
das hinkende Kind, z.b. aufgrund Hüfterkrankungen („Hüftschnupfen“ (Coxitis fugax), Morbus Perthes, Wachstumsfugenabrutschung (Epiphysioloysis capitis femoris)
Einwärtsgang, Auswärtsgang, Zehenspitzengang
angeborene Hüftfehlstellung (Hüftdysplasie)
Beckenschiefstand und Beinlängendifferenz
Skoliose
Haltungsschwäche
Schmerzen an den Wachstumsfugen (Fersenschmerz (Morbus Sever), Morbus Osgood Schlatter, Morbus Sinding-Larsen-Johansson, etc.)